Hella Herbst fliegt fort

Bilderbuch mit 12 ½ Doppelseiten

Zu Beginn der Geschichte befinden wir uns im Herbstland, wo Hella und ihr grosser Bruder Helios – zwei bunte, lebendige Herbstblätter – zu Hause sind. Die beiden spielen am liebsten Wettfliegen oder springen von Bäumen. Helios kann immer alles besser. Doch Hella beschliesst ganz im Geheimen, etwas zu tun, was nur sie kann. Und so wagt sie es, über die Berge zu fliegen, viel weiter, als Helios je geflogen ist. Dieses Abenteuer bezahlt sie fast mit dem Leben, aber Wido, ein Schneestern der Winterlinge, rettet sie aus dem tiefen Schnee. Sie freunden sich an und erleben eine Menge Dinge, die grossen Spass machen und Hella völlig fremd sind. Schliesslich bauen sie sogar zusammen mit den Winterkindern, welche Hella zuerst fast erdrückt hatten, einen Schneemann. Trotzdem kriegt sie Heimweh und möchte mit dem Wintersturm zurückreisen. Stattdessen landet sie im Frühlingsland. Hier begegnet sie Freya, einer Krokusblume. Von ihr lernt sie, warum in diesem pastellfarbenen Land alle singen, sogar die Vögel. Der sprudelnde Bach soll sie endlich nach Hause bringen, aber er trägt sie ans Meer, ins Sommerland, wo Samir, eine Brombeere, die völlig erschöpfte, unterkühlte und traurige Hella aus dem Wasser zieht. Hella kann nur noch weinen. Aber Samir kümmert sich liebevoll um sie, tröstet sie und zeigt ihr dann das Sommerland. Sie beginnen einander sehr zu mögen. Deshalb schenkt Samir Hella ein ganz besonderes Erlebnis: Sie bestaunen den Nachthimmel und entdecken eine Sternschnuppe. Hella darf sich etwas wünschen… Und endlich nimmt sie ein laues Sommerlüftchen zurück in ihr geliebtes Herbstland. Sie denkt an ihre neuen Freunde und schickt ihnen einen herzlichen Gruss von ihrem Lieblingsbaum. Dann fliegt sie Helios entgegen und ruft: «Ich habe gewonnen!» Buch anschauen

Willkommen in Buntreich

Bilderbuch mit 12 Doppelseiten

Als erstes werfen wir in dieser Geschichte einen Blick auf die Landkarte. Das grosse, helle Gelbland sticht uns sofort ins Auge. Hier lebt der Esel Goldi und hilft den Gelbländern bei der Arbeit oder begleitet sie auf ihren Reisen nach Orangien, Blauland, Violettanien, Pinkien, Türkisien, Schwarzistan oder Weissia. Die Gelbländer sind ein zwar armes, aber offenes Volk und befreundet mit ihren Nachbarn, den fröhlichen Orangiern. Diese haben Goldi eine wunderschön verzierte Satteldecke geschenkt. Der andere Nachbar Orangiens heisst Rotreich. Hierher kommt niemand. Die Rotreicher fürchten sich vor Vermischungen. Orangien ist ihnen ein Dorn im Auge. Deshalb bauen sie eine Mauer rund um ihr Land und schotten sich völlig ab.

Nun ereignet sich in den umliegenden Ländern ein Unglück nach dem anderen. Ob Überschwemmung, Dürre, Gift, Krieg, eingeschränkte Meinungsäusserungsfreiheit oder Arbeitslosigkeit, aus allen Ländern strömen Menschen nach Gelbland. Sie haben alle von der Freundlichkeit der Gelbländer gehört. Auf diese Weise entsteht Grünien, wachsen Pflanzen, entwickeln sich Ideen, keimen Gedanken, werden Erfindungen gemacht und Musik gespielt. Und alle bringen Goldi ein Geschenk mit. Gelbland wird immer reicher. Die Rotreicher verfolgen mit Unbehagen das Geschehen, indem sie auf Leitern über die Mauer spähen. Sie empören sich, weil es in Gelbland unterdessen sogar rote Blumen gibt. Die Farbe Rot wollen sie ganz allein besitzen. Sie kleiden sich edel, kaufen teuren Schmuck, fahren luxuriöse Autos, werden jedoch immer unzufriedener und wütender.

Goldi schaut von der anderen Seite manchmal durch ein Mauerloch und träumt von einem saftigen, roten Apfel.

Während Gelbland immer bunter wird, sehen die Rotreicher nur noch rot. In ihren Herzen beginnen die Sehnsuchtsfeuer zu brennen. Die Flammen lodern stärker und stärker, die Brände in Rotreich sind nicht mehr auszuhalten. Ausgerechnet die Rotreicher müssen fliehen. Die gewaltige Hitze lässt die Mauer zusammenbrechen. Ausgebrannt lassen sie sich in Gelbland nieder und sind sehr erstaunt, dass sie mit Freundlichkeit empfangen werden. «Willkommen in Buntreich», sagen die Gelbländer, die Orangier, die Blauländer, die Grünier, die Violettanier, die Türkisier, die Schwarzistaner und die Weissianer. «In Buntreich?», fragen die Rotreicher ungläubig zurück, «sind wir in Buntreich angekommen?»

Und endlich kriegt Goldi seinen saftigen, roten Apfel.

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